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Staudenhalter und Pflanzenstützen bringen Ordnung ins Beet

Dienstag, 04. September 2018

Staudenhalter "Rondo" hält Stauden in Form
Staudenhalter "Rondo"
hält Stauden in Form

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Eine ganze Reihe meiner Stauden und auch ein Teil der kleineren Sträucher neigen im Laufe des Jahres zum Kippen und benötigen dann dringend eine Stütze. Besonders nach einem heftigen Regenguss legen sich in unserem Garten Gewächse wie

gerne schon mal flach auf den Boden und schaffen es anschließend nur selten sich aus eigener Kraft wieder aufzurichten. Das sieht dann nicht mehr besonders schön aus und wenn die Stauden dabei auch noch zusätzlich auf die Gartenwege kippen, lassen sich diese nur noch schwer sauber halten und ein Gang durch den Garten wird zum Slalom-Lauf.

Da unser Garten recht groß ist, haben sich inzwischen zahlreiche Staudenstützen und Staudenhalter in den verschiedensten Größen und Formen angesammelt. Zur Zeit (Anfang September) sind diese auch noch alle fleißig im Einsatz. Die meisten Stauden lasse ich auch im verblühten Zustand über den Winter hinweg in den Beeten stehen, damit kleine Tiere bei eisigen Temperaturen einen schützenden Unterschlupf finden können. Erst im Frühjahr, wenn sich bereits erste Knospen und neue Austriebe in unserem Garten zeigen, schneide ich die verwelkten Teile weg und schmeiße sie auf den Kompost. Das ist dann der Zeitpunkt, wo ich die Staudenstützen für eine kurze Zeit ungenutzt in die Gartenhütte räumen kann.

Staudenstützen aus Metall

Halbrunde Staudenstützen
Halbrunde Staudenstützen
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Für größere, buschige Stauden und Sträucher eignen sich aus meiner Sicht am besten die halbrunden Staudenhalter* aus Metall. Diese Modelle lassen sich aufgrund ihrer robusten Beschaffenheit hervorragend in den Boden stechen, selbst wenn dieser im Sommer gelegentlich zur Trockenheit neigt und nur schwer zu durchbohren ist. Diese Art von Staudenstützen gibt es in verschiedenen Höhen von 35-100 cm. Du bekommst sie in den meisten Gartencentern, kannst sie aber auch online im Internet bestellen. Kürzlich hatte ich das Glück, auf einem Trödelmarkt ein paar alte gebrauchte Staudenstützen für kleines Geld kaufen zu können. Ansonsten habe ich mir auch schon einige Exemplare zum Geburtstag schenken lassen. Optisch sind diese Stützen keine besonders attraktive Bereicherung für's Blumenbeet, aber für gewöhnlich sieht man von den Stützen nach ein paar Tagen ohnehin nichts mehr, weil sich die Blätter rasch über das Metall legen und die grüne Farbe der Stützen obendrein dafür sorgt, dass sie eigentlich kaum auffallen.

Für nicht ganz so dicht wachsende Sträucher wie mein Colakraut oder unsere Stachelbeere verwende ich hingegen jeweils ein hübsches, verschnörkeltes Rankgitter als Pflanzenstütze. Diese Metall-Gitter gab es schon in unserem Garten als wir diesen im Jahre 2005 übernommen haben und obwohl ich die Rankgitter jedes Jahr im Einsatz habe, sehen sie immer noch aus wie neu. Ich mag es, wenn die Dinge derart langlebig sind! Mein Rankgitter erinnert mich in Form und Größe ein wenig an ein solches Blumen-Spalier*.

Minizaun "Eddy" (schwarz) als Pflanzenstütze und Beetabtrennung
Minizaun "Eddy" (schwarz) als Pflanzenstütze und Beetabtrennung
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Eher kleine Gewächse wie Frauenmantel oder Storchschnabel bändige ich hingegen gerne mit kleinen, niedlichen, schwarzen, ebenfalls verschnörkelten Rankgittern, die ich bei Bedarf schnell auch mal versetzen kann. Auch hiervon haben sich im Laufe der Jahre bereits einige Modelle angesammelt. Erst kürzlich habe ich diese Art von Rankgittern als Minizaun zur Beetabtrennung bei Toom entdeckt. Ich liebe Baumärkte, die neben Handwerker-Bedarf auch gleichzeitig eine große Garten- und Freizeitecke zum Stöbern haben. So kommen mein Mann und ich beide auf unsere Kosten 🙂


Staudenstützen selber machen aus nachwachsendem Material

Chinaschilf-Stangen sind prima geeignet als Pflanzenstütze und Rankhilfe für Erbsen
Chinaschilf-Stangen sind prima geeignet
als Pflanzenstütze und Rankhilfe für Erbsen

Bevor ich neue Dinge für unseren Garten kaufe, schaue ich stets erst einmal, ob ich nicht mit vorhandenen Materialien selbst etwas bauen kann. Staudenstützen lassen sich zum Beispiel hervorragend aus

  • Ästen,
  • Bambusstangen oder
  • Chinaschilf-Stangen

basteln. In unserem Garten sind gleich alle drei Varianten zu finden. Bei uns wachsen zahlreiche Sträucher und Bäume, die regelmäßig beschnitten werden müssen ebenso wie jede Menge Chinaschilf und Bambus.

Chinaschilf-Stangen eignen sich besonders gut als "Zeltstangen" für Erbsen oder Bohnen. Ich nutze sie aber auch regelmäßig, um meine Himbeer-Ruten zu fixieren, die sich ebenfalls gerne in alle Richtungen beugen. Salbei und Rosmarin profitieren ebenfalls von dieser Art von Staudenstütze.

Wenn man die Schilfstangen leicht schräg als Stütze vor die kippenden Pflanzen setzt, benötigt man nicht einmal eine zusätzliche Befestigung. Ansonsten fixiere ich die Pflanzenstängel halt mit einem Stückchen Kordel oder einem Pflanzenclip*.

Wenn man die Holzstangen, Schilfstangen oder Bambusstangen am Ende schräg mit einer Gartenschere* einschneidet, sind diese relativ spitz und lassen sich dann ganz gut in einen halbwegs saftigen Boden stechen. Schwierig wird es allerdings, wenn der Boden relativ trocken oder von zahlreichen Wurzeln durchzogen ist ... dann brechen die Stangen beim Versuch, sie in den Boden zu bohren schon einmal rasch entzwei und lassen sich dann auch nicht so tief in den Boden stecken wie es bei den relativ dünnen Metallstäben oder Metallgittern der Fall ist.

Trotz dieses leichten Mankos habe ich dennoch bereits zahlreiche kleine Zäune aus schräg gestellten Chinaschilf-Stangen am Wegesrand gebaut, um kleine Gewächse wie Storchschnabel oder Frauenmantel zu stützen. Ein großer Vorteil der Chinaschilf-Stangen liegt meines Erachtens darin, dass sie sich jederzeit auf die exakt passende Höhe des zu stützenden Busches zurechtschneiden lassen, so dass auch diese Variante einer Staudenstütze anschließend kaum mehr optisch auffällt und dennoch bringen diese Ordnung ins Beet :-)






Tonia Tünnissen-Hendricks
Tonia Tünnissen-Hendricks
Autorin von botanio.de

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