« zurück

sonnig - halbschattig   IV-IX  H 1-10mLaubgehölz (Baum oder Strauch)

Feigenbaum

botanisch: Ficus carica |
Maulbeergewächse (Moraceae)

Frucht-Feige Rouge de Bordeaux
Frucht-Feige
Rouge de Bordeaux


Der Feigenbaum stammt ursprünglich aus dem Landstrich von Südwestasien/Vorderasien bis Griechenland. Heute fühlt sich der Feigenbaum im gesamten Mittelmeerraum sowie weltweit in allen mediterranen Gegenden heimisch.

Aufgrund ihrer großen Blätter haben Feigenbäume im Sommer einen besonders hohen Wasserbedarf und sollten daher regelmäßig gegossen werden. Auch der Nährstoffbedarf ist relativ hoch, weswegen empfohlen wird, Feigenbäume alle 2 Wochen zu düngen.

Einige Feigen-Sorten vertragen durchaus Temperaturen bis -15 Grad, so dass du den Feigenbaum in milderen Gegenden durchaus auch in deinen Garten pflanzen kannst. Da mein letzter wunderschön gewachsener Feigenbaum im extrem harten Winter 2008/2009 bedauerlicherweise trotz unserer eigentlich milden Gegend erfroren ist, tendiere ich nun dazu, meinen neuen Feigenbaum doch lieber im Kübel zu halten, um ihn im Winter problemlos in ein geschütztes Quartier tragen zu können, falls die Temperaturen wieder einmal unter -15 Grad fallen sollten.



Bayernfeige Violetta®
Bayernfeige Violetta®

Das Winterquartier sollte jedoch weder zu warm noch zu feucht ausfallen. Temperaturen von 5-10 Grad sind für den Feigenbaum im Winter ideal. Da der Feigenbaum im Winter ohnehin seine Blätter verliert, kannst du ihn auch ohne Probleme an einem dunklen Ort überwintern lassen, z.B. im Keller, in deiner Garage oder in der Gartenhütte - je nachdem was temperaturmäßig besser passt.

Im Winter möchte der Feigenbaum zwar nur sparsam gegossen werden, aber der Wurzelballen des Feigenbaumes darf trotzdem nicht völlig austrocknen. Sobald der Feigenbaum im Frühjahr neu austreibt, solltest du ihm möglichst rasch einen hellen Standort gönnen und ihn dann auch wieder regelmäßig gießen.



Kunststoff-Blumentopf im Terracotta-Look 80 cm Durchmesser
Kunststoff-Blumentopf
im Terracotta-Look
80 cm Durchmesser


Als Pflanzgefäß eignet sich für den wärmeliebenden Feigenbaum am besten ein glasierter Steingut-Topf, der die Wärme und Feuchtigkeit deutlich besser speichern kann als ein Kunststoff-Topf oder ein Holzgefäß. Da der Feigenbaum jedoch große Töpfe liebt ... der Topf für einen Feigenbaum sollte mindestens einen Durchmesser von 60 cm besitzen, besser sind sogar 80 cm Durchmesser ... ist es abzuwägen, ob man sich nicht vielleicht doch lieber für einen durchaus hübschen Plastiktopf im Terracotta-Look entscheiden mag, weil dieser aufgrund seines deutlich geringeren Gewichts in Sachen Winterquartier natürlich viel leichter zu transportieren ist.

Im Gegensatz zu anderen Pflanzen solltest du deinen Feigenbaum nicht zu oft umtopfen. Er bleibt ganz gerne mindestens 4-5 Jahre im gleichen Topf.

 



botanio.deLinktipps:
» Feigenbaum
in der Naturheilkunde
» Feigenbaum
aus kulinarischer Sicht

Egal ob im Kübel auf der Terrasse oder direkt in den Garten gepflanzt, schafft ein Feigenbaum mit seinen großen stattlichen Blättern ein herrlich mediterranes Ambiente. Besonders hübsch sieht es aus, wenn du ihn mit anderen mediterranen Pflanzen kombinierst, z.B. mit Hibiskus, Oleander, einem Olivenbaum oder einem Zitronenbäumchen, aber auch heimische Pflanzen wie Fuchsien oder buschige Gräser wirken sehr attraktiv neben einem Feigenbaum.
 

Gelbe Pfälzer Fruchtfeige
Gelbe Pfälzer Fruchtfeige

Die unscheinbaren, kaum zu erkennenden Blüten des Feigenbaumes erscheinen von April bis September in den Blattachseln des Feigenbaumes. Aus ihnen entwickeln sich die essbaren, birnenförmigen Früchte des Feigenbaumes. Die Fruchtschale ist anfangs grün und verfärbt sich dann mit zunehmender Reife gelblich, rosa oder violett. Feigen zählten bereits bei den alten Griechen in der Antike neben Trauben und Oliven zu den bekanntesten und begehrtesten Früchten.

Je nach Feigensorte entwickeln sich die Früchte des Feigenbaumes erst relativ spät im Jahr, so dass Feigen in Mitteleuropa nur selten richtig reif werden können, weil es bei uns einfach nicht lange genug warm ist. Am wahrscheinlichsten entwickeln sich Früchte, die im Herbst gebildet werden, im darauffolgenden Sommer zur Genussreife. Auch hier ist es dann im Winter besonders wichtig, darauf zu achten, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet.



Melonenfeige buschartiger Wuchs
Melonenfeige
buschartiger Wuchs


Wild wachsende Feigen tragen sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Die Bestäubung wilder Feigen gestaltet sich recht kompliziert. Für Bienen ist der Blütenstand zu klein, so dass sie ihn nicht bestäuben können. Nur eine ganz spezielle Wespenart ist dazu in der Lage und zwar handelt es sich dabei um die Weibchen der Gallwespenart Blastophaga psenes.

Zahlreiche kultivierte Sorten tragen hingegen jeweils entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten, was bedeutet, dass du dann neben den Gallwespen zwei unterschiedlichen Feigensorten benötigst, wenn du später auch Früchte genießen möchtest. Mittlerweile gibt es darüber hinaus jedoch auch Feigensorten, die gänzlich ohne Bestäubung und Befruchtung Früchte hervorbringen. Allerdings enthalten solche Früchte dann keine Samen.

 

Tipps und Hinweise zur Anzucht/Vermehrung

Aus den in den frischen Früchten enthaltenen Samen (so es sich um eine bestäubte und befruchtete Feigenart handelt) kannst du selber Feigenbäume heranziehen. Dazu reinigst du zunächst behutsam die kleinen Samenkörner und setzt sie dann in Anzuchterde, wobei die Samen nur ganz leicht bedeckt sein sollten. Die Samen keimen am besten bei Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad und die Anzuchterde sollte dabei stets feucht gehalten werden.

Sobald die Samen gekeimt sind, lässt du nur die stärksten Pflänzchen weiterwachsen, die anderen rupfst du aus. Wenn die jungen Feigen-Pflanzen genügend Wurzeln gebildet haben, pflanzt du sie in normale Blumenerde. Von nun an brauchen sie nur noch viel Sonne und Wasser, um zu wachsen.

Auch mit Hilfe von Stecklingen oder Ablegern lassen sich neue Feigenbäumchen heranzüchten.




Quellen und Weiterführende Literatur
» Balkon- und Kübelpflanzen - Der große ADAC-Ratgeber Garten
» Exotische Früchte (KOSMOS Naturführer)
» Exotische Früchte selbst ziehen


zurück nach oben

Feigenbaum - Legende (Symbol-Erklärungen / Standortansprüche):

von April bis September
sonnig - halbschattiggedeiht in der Sonne und auch im Halbschatten
erreicht eine Wuchshöhe von 1 bis 10 Meter
Laubgehölz (Baum oder Strauch)Laubgehölz (Baum oder Strauch)








Standortanalyse
» Klimatische Bedingungen
» Lichtverhältnisse
» Bodenbeschaffenheit
» Platzverhältnisse
» Umweltbelastung
» Nachbarschaft

Pflanzen-Pflege-Tipps
» Gartenwerkzeug/Zubehör
» Pflanzgefäße
» Pflanzenvermehrung & Anbau
» Unkraut-Beseitigung
» Kompost und Dünger
» Pflanzenkrankheiten
» Gärtner-Latein A-Z

Tiere im Garten
» Schädlinge
» Nützlinge

Garten-Einrichtung
» Gartenmöbel

Deko aus dem Garten
» Basteln mit Kiefernnadeln
» Mooskugeln

Balkon- und Kübelpflanzen - Der große ADAC-Ratgeber Garten


Exotische Früchte (KOSMOS Naturführer)


Exotische Früchte selbst ziehen


© botanio.de & Lizenzgebern. Alle Rechte vorbehalten. Alle Bilder und Texte auf dieser Seite sind Eigentum der
jeweiligen Besitzer und dürfen ohne deren Einwilligung weder kopiert noch sonstwie weiter verwendet werden.