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Pflanzen-Allerlei | Palmen

Keulenlilie

... botanisch: Cordyline australis | Spargelgewächse (Asparagaceae)

immergrün halbschattig  Blütenfarbe: Keulenlilie blüht weiß Höhe: 3-12m
 
Keulenlilie (Cordyline australis)
Keulenlilie (Cordyline australis)
... im botanischen Garten auf Mallorca

Die Keulenlilie erinnert mit ihren spitz zulaufenden, schmalen Blättern in jungen Jahren zunächst an ein Liliengewächs. Im Alter wachsen die immergrünen Keulenlilien dann jedoch zu stattlichen Bäumen heran, die in ihrer natürlichen Umgebung bis zu 20 Meter hoch werden können. Dann erinnern die Schopfbäume jedoch optisch eher an Palmen, obwohl sie botanisch betrachtet tatsächlich zu den Spargelgewächsen zählen. Keulenlilien können mehrere hundert Jahre alt werden.

Wie der botanische Artname australis bereits vermuten lässt - stammt die Keulenlilie ursprünglich aus Australien, besonders große Vorkommen gibt es auch in Neuseeland. Ein besonders schönes neuseeländisches Exemplar habe ich auf der Website treklens.com entdeckt.

In ihrer Heimat wächst die Keulenlilie in weitestgehend frostfreien Zonen, ist nur bedingt winterhart und kann folglich mit den in unseren mitteleuropäischen Gefilden herrschenden Minustemperaturen im Winter nicht besonders gut umgehen. Sobald das Thermometer unter 0 Grad fällt, sollte die Keulenlilie daher unbedingt zum Überwintern in einen frostfreien, hellen Raum umziehen. Auch hier darf man allerdings das Gießen nicht vergessen. Im Winter kommt die Keulenlilie aber mit deutlich weniger Wasser zurecht als im Sommer. Große Hitzewellen im Sommer verträgt die Keulenlilie allerdings ebenso wenig wie starken Frost, da sie in ihrer natürlichen Umgebung an ein durchgehend mildes Klima gewöhnt ist.

Das Auspflanzen im Garten kann dennoch gelingen, wenn die Blätter an besonders kalten Tagen durch einen Vliesumhang geschützt werden oder noch besser zu einem Schopf zusammengebunden werden. Aber selbst wenn die Blätter im Winter komplett wegfrieren sollten, schlagen die Keulenlilien meist im Frühjahr wieder neu aus.

Keulenlilien mögen einen feuchten, aber dennoch gut durchlässigen Boden. Bekommen sie zu wenig Wasser, werden die Blattspitzen braun. Stehen sie hingegen im Wasser, faulen die Wurzeln. Sie stehen nicht gerne den ganzen Tag in der prallen Sonne, benötigen aber dennoch Licht. Ein halbschattiger Standort ist daher ideal.

Die Keulenlilie dreht ihren Kopf gerne in Richtung der Sonne. Wenn du einen gleichmäßigen Wuchs bevorzugst, nimmt sie es dir aber auch nicht übel, wenn du sie regelmäßig um 90 Grad drehst. Im Großen und ganzen kann man die Keulenlilie aber durchaus als pflegeleicht bezeichnen.

Im Sommer erfreuen uns die Keulenlilien mit bis zu 1,5 Meter langen Blütenrispen, an denen weiße, duftende Blüten sitzen. In der Regel blüht die Keulenlilie allerdings erst, wenn sie bereit eine Höhe von ungefähr 2,50 Meter erreicht hat. Nach der Blüte verzweigt sich die Keulenlilie dann in der Regel neu.

Die Farbe der Keulenlilien-Blätter ist abhängig von der jeweiligen Sorte. Man kann sich an verschiedenen Grüntönen erfreuen, an roten Blättern oder an gestreiften Blättern.

Nachfolgend findest du eine Liste mit ein paar bekannten Sorten der Keulenlilie. Für einige dieser Sorten, kann ich dir auch direkt einen passenden Link liefern, wo du diese Keulenlilien online bestellen kannst:

  • Cordyline australis* (klassisch grüne Keulenlilie)
  • Cordyline australis 'Red Star'* (rote Blätter)
  • Cordyline australis 'purpurea'* (rote Blätter)
  • Cordyline australis 'Purple Tower' (schlanke, rote Blätter)
  • Cordyline australis 'Variegata' (cremeweiß-grün gestreifte Blätter)
  • Cordyline australis 'Sundance' (gelb-grüne Blätter, die in einen rosa-roten Ton überlaufen)
  • Cordyline australis 'Toby Dazzler' (cremeweiß-grün gestreifte Blätter)

Die klassischen Keulenlilien mit ihren kräftig-grünen Blättern sind jedoch für gewöhnlich robuster und langlebiger als die gezüchteten bunten Sorten.


Die Blätter einer jungen Keulenlilie sowie der Wurzelstock und die Samen der Keulenlilie sind übrigens essbar. Bei den Maoris in Neuseeland werden die Wurzelstöcke gebacken und die jungen Blätter gekocht wie Gemüse verspeist. Und auch andere Bestandteile der Keulenlilie wurden von den Maoris eifrig genutzt. So lassen sich beispielsweise aus den Fasern der Baumstämme Seile herstellen und aus den Blattfasern Schuhe und Kleidung.

Tipps und Hinweise zur Anzucht/Vermehrung

Die Samen der Keulenlilie benötigen zum Keimen Temperaturen von mindestens 23-25 Grad. Am besten gelingt die Aussaat daher in einem von der Sonne stark gewärmten Gewächshaus oder auf einer warmen Fensterbank, unter der eine Heizung für Wärme sorgt.

Die Keimdauer ist ganz unterschiedlich. Einige Samen keimen bereits nach 3-4 Wochen, andere Samen benötigen mehrere Monate bis zur Keimung.


Schnitt Tipps zum Schneiden

Keulenlilien wachsen sehr langsam heran, aber dennoch können sie auch im Kübel gehalten mit der Zeit Zimmerhöhe annehmen. Sollte deine Keulenlilie irgendwann keinen Platz mehr haben zum Weiterwachsen, kannst du den Stamm der Keulenlilie jederzeit unproblematisch kürzen. Für gewöhnlich schlägt sie gleich an der Schnittstelle oder vom Boden her mit vielen neuen Trieben wieder aus.






Bücher-Quellen & Weiterführende Literatur



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Keulenlilie - Legende (Symbol-Erklärungen / Standortansprüche):

halbschattigbenötigt einen Platz im Halbschatten
Keulenlilieblüht weiß blüht weiß
erreicht eine Wuchshöhe von 3 bis 12 Meter
immergrünimmergrün


Tonia Tünnissen-Hendricks
Tonia Tünnissen-Hendricks
Autorin von botanio.de

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