list
Pflanzen-Allerlei | Bäume

Berg-Ahorn

... botanisch: Acer pseudoplatanus | Agavengewächse (Agavaceae)

Laubgehölz (Baum oder Strauch)laubabwerfendabsolut winterhart sonnig - schattig  Blütenfarbe: Berg-Ahorn blüht gelb IV-VI   Höhe: 25-35m
 
Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) in unserem Garten
Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
in unserem Garten

In unserem Garten steht seit vielen Jahren ein mächtig großer, durchaus schön gewachsener Berg-Ahorn. Jedes Jahr überlege ich mir jedoch auf's Neue, ob wir den Berg-Ahorn einmal radikal auf ein Kopfbaum-Format zurückschneiden sollten, ihn komplett fällen oder lustig weiterwachsen lassen. Der Berg-Ahorn hat sich nämlich mittlerweile derart breit gemacht, dass er einen sehr großen Teil unseres Gartens eher ungewollt beschattet und darüber hinaus inzwischen sämtliche Bäume um ihn herum gewaltig abdrängt ... als da wären ein Mammut-Baum, eine ebenfalls wunderschön gewachsene Schwarzkiefer und ein Walnussbaum.

Ich selbst hätte diesen Berg-Ahorn nie in meinen Garten gepflanzt, aber er war halt schon da als wir das Grundstück vor einigen Jahren übernommen haben. Auf einem Berg oder in einem weitläufigen Park mag er ja wirklich ganz toll aussehen, aber auf einem knapp 1.000 m² großen Grundstück nimmt er inzwischen deutlich zu viel Platz ein. Mit seinen mittlerweile knapp 10 Metern Höhe ist er sogar noch relativ klein für seine Art ... denn ein Berg-Ahorn kann nach meinen Recherchen locker 30-35 Meter hoch und 500 Jahre alt werden. Sein Stamm kann dabei auf einen Durchmesser von bis zu 3,5 Metern heranwachsen und in den 8 Jahren, in denen wir ihm jetzt schon beim Wachsen zuschauen, ist seine Krone gewaltig explodiert.

Neben der gewaltigen Größe des Berg-Ahorn stören mich darüber hinaus die vielen 1.567 Sämlinge, die jedes Jahr im weitläufigen Umfeld überall aus dem Boden sprießen und bereits nach kürzester Zeit so fest verwurzelt sind, dass es extremer Mühen bedarf, sie mit aller Gewalt dem Boden zu entreißen. Ein weiteres Übel ist der abwechselnde, regelmäßige Befall mit Ahornzierläusen (klebrige Angelegenheit), Ahornrunzelschorf (schwarze, hässliche Teerflecken auf den Blättern) oder Ahorngallmilben (rote Pocken auf den Blättern) - in manchen Jahren alles gleichzeitig. Ich habe noch kein Jahr erlebt, in dem ich mich über ein durchgehend schönes Blattwerk freuen konnte.

Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Menge an Laub, die im Herbst über Wochen hinweg immer wieder meinen Rasen und die Wege drumherum luftdicht bedeckt und deswegen regelmäßig alle paar Tage zusammengeharkt werden muss.

Die Blätter verrotten allerdings zu wertvollem Humus, so dass man sie prima unter Sträuchern und auf freien Flächen als Mulchdecke verstreuen kann.

botanio.deLinktipp:

Was die Lichtverhältnisse angeht, hat der Berg-Ahorn keine besonderen Vorlieben. Seine Sämlinge wachsen in meinem Garten sowohl im tiefsten Schatten als auch in der prallen Sonne gerne und rasch zu starken Bäumchen heran.

Lediglich an den Boden stellt er ein paar Bedingungen. Der Berg-Ahorn mag einen tiefgründigen, nährstoffreichen und humushaltigen Lehmboden.

Die unauffälligen, gelben Blüten des Berg-Ahorn gelten offiziell als Bienenweide. In meinem Garten hat den Bienen das aber offensichtlich noch niemand gesagt, denn die Bienen laben sich sichtlich viel lieber an den umliegenden Blüten meines Kirschbaumes, Kräutern oder Akelei-Blüten und verschmähen die Berg-Ahorn-Blüten einfach. Auch für die vielen Vögelchen in unserem Garten scheint der Berg-Ahorn eher uninteressant zu sein. Diese tummeln sich viel lieber in den umliegenden Hecken, im Weißdorn, in meiner Kletterhortensie, im rankenden Efeu, im Wein, im Haselnuss-Baum oder auch in meiner Schwarzkiefer, aber der Berg-Ahorn steht meist verlassen da.

Flechten und Moos auf den Stämmen meines Berg-Ahorn
Flechten und Moos
auf den Stämmen
meines Berg-Ahorn

Der Stamm und die Äste des Berg-Ahorn sind übrigens oft von Flechten und Moosen überzogen. Das ist laut meiner Recherchen in verschiedenen Baumbüchern völlig normal und kein Zeichen für eine Krankheit. Auch an meinem Berg-Ahorn konnte ich besagte Moose und Flechten finden.

Das Holz des Berg-Ahorn ist jedoch trotz dieser Flechten und Moose ausgesprochen wertvoll und begehrt. Man nutzt es gerne für die Herstellung von Musikinstrumenten (speziell Geigen), Furnieren, Drechselarbeiten, Tischplatten, Parkett, Schuhleisten, ...

Auch als Brennholz eignet sich das Holz des Berg-Ahorn hervorragend. Es brennt mit einer sehr schönen Flamme, spritzt nicht und eignet sich somit auch besonders gut für offene Kamine.





Bücher-Quellen & Weiterführende Literatur



arrow_upwardzurück nach oben



Berg-Ahorn - Legende (Symbol-Erklärungen / Standortansprüche):

sonnig - schattiggedeiht im Schatten genauso gut wie in der Sonne
Berg-Ahornblüht gelb blüht gelb von April bis Juni
erreicht eine Wuchshöhe von 25 bis 35 Meter
Laubgehölz (Baum oder Strauch)Laubgehölz (Baum oder Strauch)
laubabwerfendlaubabwerfend
absolut winterhartabsolut winterhart


Tonia Tünnissen-Hendricks
Tonia ... unterwegs im Garten :-)

Dein Kommentar zu diesem Artikel

Hast du Anmerkungen, Fragen oder Ergänzungen zu meinem Artikel? Oder möchtest du vielleicht von deinen eigenen Erfahrungen berichten? Dann würde ich mich sehr freuen, wenn du das folgende Formular nutzen würdest, um einen entsprechenden Kommentar zu schreiben.


Dein Name:
wird veröffentlicht


Deine E-Mail-Adresse*:
wird NICHT veröffentlicht


Dein Kommentar:
wird veröffentlicht



Benachrichtigung:
Sende mir eine E-Mail bei neuen Kommentaren zum Artikel


Berechne: eins + elf =
als Ziffern, dies ist eine Sicherheitsabfrage gegen Spam





Dein Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch mich freigeschaltet und ist dann öffentlich für Jedermann zu lesen. Wenn du nicht deinen kompletten Namen für die Veröffentlichung preisgeben möchtest, dann kannst du in das entsprechende Feld auch nur deinen Vornamen eintragen oder ein Pseudonym.

* Deine E-Mail-Adresse dient lediglich dazu, Dich per E-Mail darüber zu informieren, dass ich Deinen Kommentar freigeschaltet habe. Die E-Mail-Adresse wird selbstverständlich nicht lesbar für Jedermann freigeschaltet, an Dritte weitergegeben oder sonstwie verwendet.












© botanio.de & Lizenzgebern. Alle Rechte vorbehalten. Alle Bilder und Texte auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und dürfen ohne deren Einwilligung weder kopiert noch sonstwie weiter verwendet werden. Bildernachweise, siehe: Impressum

Google+ | Design & Programmierung: 2T Design